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Ratlose Anleger: Tagesgeld trotz Zinstief attraktiv

Veröffentlicht am: Montag, 30. November 2009

Viele Sparer und Anleger klagen derzeit über die rekordverdächtig niedrigen Tagesgeld Zinsen im Euro-Raum. Im Durchschnitt werden für täglich fällige Bankeinlagen derzeit rund 1,3 Prozent Zinsen gezahlt. Festgelder mit 12 Monaten Laufzeit werfen etwa 1,4 Prozent ab.

Die Lage ist jedoch nicht so schlimm wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die durchschnittlichen Zinssätze sind lediglich Anhaltspunkte. Wer den Markt genau analysiert, kann deutlich bessere Konditionen erzielen. Die aktuell beste Tagesgeldbank (die 1822direkt) zahlt so etwa 2,75 Prozent auf ihrem Tagesgeldkonto, wenn dieses neu eröffnet wird und nicht mehr als 20.000 Euro einbezahlt werden. Die SWK-Bank zahlt für Festgelder mit einem Jahr Laufzeit 2,55 Prozent Zinsen. Diese Zinssätze erscheinen zwar im Vergleich zu den Festgeld Konditionen aus dem Sommer 2008 als schwach.

Bei genauerem Hinsehen aber zeigt sich, dass die reale Rendite heute sogar höher ausfällt als damals. Denn während im Jahr 2008 die Inflation mit rund 3,0 Prozent erheblichen Einfluss auf den Anlagerfolg hatte, wirkt sich die aktuelle Teuerungsrate mit Werten um die null Prozent positiv auf das Ergebnis aus. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Besteuerung berücksichtigt wird, die sich auf nominale und nicht auf reale Erträge bezieht.

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