
Kostenfalle Girokonto: Hinschauen lohnt sich!
Veröffentlicht am: Donnerstag, 9. Juli 2009
Die Mehrheit der Bankkunden in Deutschland gibt zu viel Geld für ihr Girokonto bei der Hausbank aus. Der Grund dafür ist meist, dass das Konto nicht zum Kunden passt. Viele Verbraucher achten bei der Wahl einer Bank vorwiegend auf die monatliche Kontoführungsgebühr und vernachlässigen nutzungsabhängige Entgelte. Dieser aber sind oft der Schlüssel zur Kostenersparnis.
Wer regelmäßig seinen Dispositionskredit in Anspruch nimmt, sollte auf den dafür anfallenden Zins mehr Wert legen als auf vier oder fünf Euro Grundgebühr im Monat. Eine einfache Rechnung untermauert dies: Wer auf seinem Konto einen durchschnittlichen Negativsaldo von 3000 Euro unterhält und dafür 14 Prozent Zinsen im Jahr zahlt, wird mit 420 Euro jährlich belastet.
Ein Dispo zu 7 Prozent würde 210 Euro sparen. Eine weitere Kostenfalle betrifft die Buchungen. Bei den meisten Banken sind im Grundpreis des Kontos (besonders wenn dieser null Euro beträgt) nur beleglose Buchungsposten inklusive. Wer seine Bankgeschäfte regelmäßig in der Filiale tätigt oder dort Schecks einreicht, muss draufzahlen.
Viele Verbraucher unterhalten auf ihrem Konto ihre eiserne Reserve, weil ihnen die Eröffnung eines Tagesgeldkontos bei einer anderen Bank zu aufwändig erscheint. In solchen Fällen lohnt es sich, ein Girokonto zu eröffnen, auf dem Guthaben verzinst werden. Die Spanne bei der Guthabenverzinsung reicht derzeit von etwa Null bis hin zu rund 2,5 Prozent – bei durchschnittlich 5000 Euro Guthaben kommen so schnell Zinserträge von 125 Euro zusammen.
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Letzte Prüfung und Aktualisierung vom Girokonto Vergleich am: 07.02.2012