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Inflation niedrig: Tagesgeld attraktiver als vor einem Jahr

Veröffentlicht am: Mittwoch, 11. November 2009

Die Tagesgeld Zinsen im Einlagengeschäft sind niedrig – für Tagesgeldanlagen werden bestenfalls noch 2,75 Prozent gezahlt.

Obwohl die Verzinsung deutlich niedriger ausfällt als vor einem Jahr, sind sichere Anlagen nach Ansicht von Finanzexperten heute attraktiver als im Jahr 2008. Der Grund: Die Inflationsrate ist sehr viel niedriger. Aktuell liegt die Teuerung bei 0,1 Prozent. Im vergangenen Sommer belief sie sich auf rund 3,0 Prozent. Wer damals vier Prozent Zinsen erhielt, konnte eine reale –d.h. um die Inflationsrate bereinigte – Rendite von 1,0 Prozent vor Abzug der Kapitalertragssteuer vereinnahmen.

Nach Abzug von Steuern verblieb somit für den letzten angelegten Euro ein Wertzuwachs von etwas mehr als 0,7 Prozent. Heute lässt sich mit einem guten Tagesgeldkonto deutlich mehr verdienen. Wer 2,5 Prozent Zinsen erhält, verdient nach Abzug der Inflation immer noch 2,4 Prozent.

Nach Steuern verbleiben dann etwa 1,7 Prozent. Damit fällt die reale Nettorendite heute mehr als doppelt so hoch aus als noch 2008. Finanzfachleute raten dazu, ausschließlich in Tagesgeld und kurzfristige Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von nicht mehr als drei Monaten zu investieren. Langfristige Anlagen sind derzeit kaum attraktiv, weil aller Voraussicht nach ab dem nächsten Jahr das Zinsniveau ansteigen wird. Wer sein Geld heute lange bindet, bringt sich somit selbst um höhere Zinsen in den nächsten Jahren.

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