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Dispozinsen zu hoch: Verbraucherschützer schlagen Alarm

Veröffentlicht am: Donnerstag, 29. Juli 2010

Verbraucherschützer schlagen abermals Alarm: Die Zinsen für Dispositionskredite in Deutschland sind viel zu hoch. Besonders ärgerlich: Vor allem öffentlich-rechtliche Banken stellen ihren Kunden horrende Sollzinsen in Rechnung, wenn sie ihr Konto innerhalb des vereinbarten Rahmens überziehen. In der vergangenen Woche übte u.a. die Verbraucherzentrale Hessen erneut Kritik. In Hessen verlangen Sparkassen bis zu 13,75 Prozent Zinsen für eingeräumte Dispokredite. Wird das Girokonto über die vereinbarte Kreditlinie hinaus überzogen, müssen Kontoinhaber sogar bis zu 18,75 Prozent Zinsen zahlen.

Experten kritisieren, dass Banken sich auf diese Weise sehr schnell auf Kosten der Kunden bereichern. Der Leitzins der EZB, der maßgeblich für die Refinanzierung von Dispokrediten durch Banken ist, liegt nach wie vor bei 1,0 Prozent. Verbraucherschützer halten deshalb einen Dispozins von maximal 6 Prozent für angemessen und sehen 9 Prozent als Obergrenze bei geduldeten Überziehungen. Derzeit bietet mit der Skatbank nur eine bundesweit tätige Bank einen Dispozins von 6 Prozent. Durchschnittlich verlangen Banken nach Angaben der FMH Finanzberatung 11,3 Prozent Zinsen im Jahr.

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