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Dispozinsen: Banken oft unfair

Veröffentlicht am: Donnerstag, 21. Mai 2009

Bankkunden, Verbraucherschutzexperten und Ökonomen schlagen Alarm: Viele Banken in Deutschland geben die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank nicht an ihre Kunden weiter. Insbesondere bei den sehr beliebten Dispositionskrediten zeigen sich die Geldhäuser oft sehr unfair. Obwohl der Leitzins der EZB seit dem vergangenen Sommer um 3,25 Prozent gesenkt wurde, haben sich die Zinsen für in Anspruch genommene Dispositionskredite nur marginal um etwa 0,5 Prozentpunkte reduziert.

Dabei sind gerade die Dispo-Kredite bei der Refinanzierung fast ausschließlich vom Leitzins abhängig. Die Banken weiten also auf Kosten der Verbraucher ihre Gewinnmarge aus. Dies ist nicht nur unfair, sondern schadet auch der Wirtschaft: Die EZB verfolgt mit ihrer Politik des billigen Geldes unter anderem das Ziel, den privaten Konsum und damit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu stützen und so der Wirtschaftskrise entgegenzutreten. Verbraucher können sich allerdings durchaus wehren, indem sie zu einer günstigeren Bank wechseln. Niedrige Zinsen nämlich gibt es mit etwas Suche schon zu finden.

Während der Durchschnitt der Dispozinsen nach Angaben der FMH Finanzberatung bei rund 11,8 Prozent liegt, verlangen günstige Banken deutlich weniger. Spitzenreiter ist die DAB-Bank, die 6,95 Prozent effektiv im Jahr in Rechnung stellt. DKB und SKG-Bank verlangen jeweils 7,9 Prozent Kreditzinsen. Alternativ kann der Dispo auch durch einen Rahmenkredit abgelöst werden. Bei der ING-Diba beispielsweise fallen dafür etwas mehr als 7,0 Prozent an.

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